bearbeitet von Diplom-Volkswirtin Christine Arentz
Die Bürgerprivatversicherung wurde vom
Institut für Wirtschaftspolitik in Kooperation mit der
Otto-Wolff-Stiftung als ganzheitliches Reformkonzept für
Gesundheitssysteme entwickelt. Innerhalb dieses Konzeptes
sind jedoch Fragen offengeblieben. Hierzu zählt beispielsweise
der Umgang mit medizinisch-technischem Fortschritt, der aufgrund
seiner bisherigen kostentreibenden Wirkung Gesundheitswesen
vor massive Herausforderungen stellt. Zum einen ist hier zu
hinterfragen, ob und wie der technische Fortschritt in die
Prämienberechnung eines privaten Versicherungssystems
wie der Bürgerprivatversicherung einzubeziehen ist. Grundsätzlich
ist zudem zu analysieren, wie ein Mindestleistungskatalog
in dynamischer Sicht auszugestalten ist, wenn neue Leistungen
durch Innovationen zur Verfügung stehen. Des Weiteren
sollen die Auswirkungen von Gentests auf die Funktionsfähigkeit
eines privaten Versicherungssystems untersucht werden. Die
Analyse der genauen Ausgestaltung der Unterstützung für
Bedürftige im Steuer-Transfer-System sowie mögliche
Umstellungsszenarien von einer heute umlagefinanzierten Krankenversicherung
auf ein kapitalgedecktes System schließen den ersten
Teil des Projektes ab. In einem zweiten Projektteil werden
die Mög-lichkeiten einer Implementierung der Bürgerprivatversicherung
in das bestehende deutsche Gesundheitssystem ausgelotet, indem
alternative, in der Öffentlichkeit diskutierte Reformvorschläge
auf ihre Eignung untersucht werden, zumindest perspektivisch
eine Umstellung auf die Bürgerprivatversicherung zu erlauben.
Zu diesem Projekt ist folgende Publikation
erschienen:
OWIWO Discussionpaper 01/2011 von Christine
Arentz "Medizinisch-technischer
Fortschritt im Gesundheitswesen: Zentrale Kosten-Nutzen-Bewertung
ohne Alternative? "
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