Univertität zu Köln
 
 
 
 
Forschungsprojekt

Gemeinsam mit dem Otto-Wolff-Institut für Wirtschaftsordnung wurde ein Projekt zum Thema „Die finanzpolitische Stabilität der EWU-Beitrittskandidaten: Was ist vom Euro zu erwarten?“ begonnen.

Bearbeitet von Philipp Paulus.

In der Theorie sind zwei gegensätzliche Folgen von der Aufgabe einer eigenen Währung zu erwarten: In Entwicklungs- und Schwellenländern wird häufig mit einem solchen Schritt (von Festkurssystemen bis hin zu einem Währungsunions-Beitritt wie etwa zur EWU) die Hoffnung auf mehr makroökonomische und finanzpolitische Stabilität verbunden. Im Gegensatz dazu lässt die Diskussion um Regeln für Finanzpolitik in der bestehenden EWU erkennen, dass in einer Währungsunion auch neuartige Gefahren für finanzpolitische Stabilität drohen. Ziel dieses Projekts ist es, theoretisch und empirisch der Frage nachzugehen, welcher der beiden Einflüsse für neue Mitglieder der EWU entscheidend sein wird.
Die bisherige Analyse zeigt eine Vielzahl von Faktoren, die die finanzpolitische Stabilität eines Landes nach Beitritt zu einer Währungsunion bestimmen. Bislang kann auf Basis der ersten Analysen davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit einer expliziten oder impliziten Schuldenfinanzierung durch die Zentralbank einer Währungsunion zentral für das Risiko einer höheren grenzüberschreitenden Wirkung von nationaler Verschuldung ist. Des weiteren sind die Kapitalmärkte dahingehend zu überprüfen, ob ihre Disziplinierungsfähigkeit als Gläubiger der staatlichen Verschuldung in einer Währungsunion ab- oder zunimmt.

Im Rahmen dieses Projektes ist zu Beginn 2009 als Abschluss die Dissertation von Philipp Paulus mit dem Titel "Monetary Union Impact on Government Debt - Lessons for European Monetary Union Enlargement" erschienen.

Zu diesem Projekt sind folgende weitere Publikationen erschienen: