Univertität zu Köln
 
 
 
 

Jelena Stapf

Wirkungen eines Beitritts der mittel- und osteuropäischen Assoziationsländer zur Europäischen Union


Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik [U 119]

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, ob und unter welchen Bedingungen die Integration der mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten in die Europäischen Union zu Konvergenz und zu verstärkter Divergenz führt. Ob die Osterweiterung Europas zu einer gleichmäßigen Produktionsverteilung und einer sich annähernden Einkommensentwicklung führt oder nicht, wird anhand eines Modells und der Auswertung empirischer Daten beantwortet. Das Modell dient dazu, Faktoren herauszuarbeiten, die beeinflussen, ob Konvergenz oder Divergenz das Integrationsergebnis ist. Es kann präzise abgeleitet werden, welche Umstände die zunehmende Agglomeration von Produktionsunternehmen im einkommensstarken Westen fördern und welche Faktoren einen Aufholprozess des einkommensschwachen, wenig industrialisierten Ostens begünstigen. Die empirische Untersuchung zeigt die bisherige Entwicklung der Produktionsstruktur in Ost und West. Sie erklärt sie und stützt Prognosen über Integrationswirkungen hinsichtlich Produktionsverteilung, Handelsmuster und Lohneinkommen. Die Arbeit schließt damit ab, wirtschaftspolitische Maßnahmen abzuleiten, die unerwünschte Wirkungen einer Osterweiterung der Europäischen Union vermeiden und erwünschte Einflüsse verstärken helfen.

 
© by iwp, 1999