Univertität zu Köln
 
 
 
 

Uwe Claßen

Subventionsbegrenzung durch institutionelle Reformen


Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik [U 120]

Die vorliegende Arbeit analysiert die Problematik der Subventionen im politischen und wirtschaftlichen System der Bundesrepublik Deutschland. Es wird die These vertreten, dass sich der stetige Anstieg der Subventionen als logische Konsequenz des politischen Entscheidungsfindungsprozesses erweist, obwohl Subventionen – wie anhand einer eingehenden Analyse gezeigt wird – nur in wenigen Ausnahmefällen mit den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft vereinbar sind. Die Konsequenz aus dieser These lautet, dass eine dauerhafte Veränderung der Subventionspolitik nur über Reformen der politischen Institutionen zu erreichen ist.

Es werden verschiedene Reformansätze zur institutionellen Beschränkung der Finanzpolitik auf ihre Eignung zur Begrenzung der Subventionen untersucht. Im Ergebnis wird ein Reformvorschlag entwickelt, der in der Bindung der Subventionsvergabe an gesetzlich festgelegte Regeln besteht. Die Einhaltung dieser Regeln sollte durch eine unabhängige Instanz kontrolliert werden, deren Tätigkeit sich an die Subventionskontrolle durch die EU-Kommission anlehnt. Des weiteren wird aufgezeigt, welche Schritte zur politischen Durchsetzung des entwickelten Reformvorschlages ergriffen werden können.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, ob und unter welchen Bedingungen die Integration der mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten in die Europäischen Union zu Konvergenz und zu verstärkter Divergenz führt. Ob die Osterweiterung Europas zu einer gleichmäßigen Produktionsverteilung und einer sich annähernden Einkommensentwicklung führt oder nicht, wird anhand eines Modells und der Auswertung empirischer Daten beantwortet. Das Modell dient dazu, Faktoren herauszuarbeiten, die beeinflussen, ob Konvergenz oder Divergenz das Integrationsergebnis ist. Es kann präzise abgeleitet werden, welche Umstände die zunehmende Agglomeration von Produktionsunternehmen im einkommensstarken Westen fördern und welche Faktoren einen Aufholprozess des einkommensschwachen, wenig industrialisierten Ostens begünstigen. Die empirische Untersuchung zeigt die bisherige Entwicklung der Produktionsstruktur in Ost und West. Sie erklärt sie und stützt Prognosen über Integrationswirkungen hinsichtlich Produktionsverteilung, Handelsmuster und Lohneinkommen. Die Arbeit schließt damit ab, wirtschaftspolitische Maßnahmen abzuleiten, die unerwünschte Wirkungen einer Osterweiterung der Europäischen Union vermeiden und erwünschte Einflüsse verstärken helfen.

 
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