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Vom
Patient zum Verbraucher auf dem Gesundheitsmarkt - Konzepte
und Lösungen im internationalen Vergleich
bearbeitet von Kai Menzel und Vera Bünnagel
Diplom-Volkswirt MA Kai Menzel hat mit Unterstützung
von Diplom-Volkswirtin Vera Bünnagel (geb. Streibel)
eine ländervergleichende Studie zu Informationsproblemen
in Folge einer angebotsseitigen Liberalisierung der Gesundheitsmärkte
durchgeführt, um Rückschlüsse für mögliche
Liberalisierungsschritte im deutschen Gesundheitssystem zu
ziehen.
Für die Länder Frankreich, Schweiz, Niederlande
und Großbritannien wurde untersucht, welche marktorientierten
Reformen in den untersuchten Ländern in jüngerer
Vergangenheit stattgefunden haben. Neben den Erfahrungen mit
diesen Reformen war insbesondere von Interesse, wie möglichen
Problemen im Zusammenhang mit diesen Maßnahmen vorgebeugt
bzw. begegnet wurde, z. B. einer Verminderung der Qualität
der medizinischen Versorgung. Von besonderer Bedeutung waren
hier bessere Informationen für die Patienten und zusätzliche
Qualitätssicherungsmaßnahmen. Zusätzliche
und/oder verbesserte Informationsangebote sowie vermehrte
Qualitätsanstrengungen können sich bereits endogen
durch vermehrten Wettbewerb ergeben und z. B. von den Leistungserbringern,
den Versicherungen und im Falle der Information auch von verschiedenen
Medien und Patientenorganisationen durchgeführt werden.
Betrachtet wurden aber auch staatliche Maßnahmen wie
Informationspflichten, staatliche Informationsbereitstellung
und die Unterstützung von Informationsintermediären.
Methodisch lag ein Schwerpunkt auf Expertengesprächen.
In den Niederlanden wurde in Kooperation mit externen Experten
zusätzlich eine quantitative Untersuchung durchgeführt,
u. a. zur Ermittlung der Einstellung der Bevölkerung
zu verschiedenen Reformschritten im Gesundheitswesen.
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