Univertität zu Köln
 
 
 
 

Oliver Adam

Die internationale Kontrolle von grenzüberschreitenden Unternehmenszusammenschlüssen


Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik [U 123]

Seit Mitte der neunziger Jahre erlebt die Weltwirtschaft eine Fusionswelle, welche frühere Zusammenschlussaktivitäten sowohl nach Anzahl als auch Umfang der beteiligten Unternehmen bei weitem übertrifft. Zudem sind immer häufiger durch transnational wirksame Großfusionen die Rechtsordnungen in den Vereinigten Staaten und Europa gleichzeitig betroffen. Sind internationale Fusionen und Übernahmen nur Ausdruck einer strategischen und länderübergreifenden Neuausrichtung auf das unternehmerische Kerngeschäft, oder besteht ernsthaft die Gefahr einer schrittweisen Vermachtung global relevanter Gütermärkte? Erwächst aus dem Nebeneinander national unterschiedlich ausgeprägter wettbewerbspolitischer Systeme die Gefahr einer uneinheitlichen und konfliktträchtigen Einschätzung internationaler Großaktionen, oder besteht vielmehr die Chance dezentraler Lernprozesse im Rahmen eines funktionierenden Ordnungswettbewerbs? Die vorliegende Arbeit untersucht, sich dem Phänomen der länderübergreifenden Großfusion zunächst theoretisch anzunähern und gibt einen Überblick über den Stand der empirischen Forschung. Eine ökonometrische Schätzung des Wahlverhaltens der mittlerweile stark beanspruchten Europäischen Kommission bietet zusätzlichen Einblick in den Entscheidungsprozess einer bedeutenden Fusionskontrollinstanz. Schließlich wird basierend auf den US-amerikanischen und europäischen Fusionsregeln eine wettbewerbspolitische Einschätzung des notwendigen Koordinationsbedarfs im Falle potentiell marktbeherrschender Transaktionen gegeben.

 
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