Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik
[U 136]
Die selbstgenutzte Immobilie
ist die beliebteste Sparform der Deutschen. Dennoch wird
das in den Immobilien gebundene Vermögen im Alter
aus Sicht der ökonomischen Theorie nicht optimal
genutzt. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird daher
kritisch diskutiert, welche Gründe hierfür verantwortlich
sein könnten und inwiefern sich Nachfrager und Anbieter
durch die Einführung von Immobilienverzehrprodukten
besser stellen würden.
Dazu wird zunächst der Markt für
Wohneigentum untersucht und die Bildung und der Verzehr
von Immobilienvermögen im Rahmen der Lebenszyklushypothese
dargestellt. Die theoretischen Erkenntnisse werden sodann
mit den realiter existierenden Bedingungen und Institutionen
abgeglichen. Anhand dieses Abgleichs werden mehrere Hypothesen
über die Vorteilhaftigkeit von Immobilienverzehrinstrumenten
aufgestellt. Es folgt eine Untersuchung der Risiken, mit
denen sich die Anbieter entsprechender Produkte konfrontiert
sehen. Eine Beispielrechnung zu möglichen Auszahlungsquoten
ermöglicht eine ungefähre Quantifizie¬rung
dieser Risiken. Anschließend werden ausgesuchte
Märkte für Immobilienverzehr¬produkte vorgestellt
und wesentliche Determinanten für deren Entwicklung
identifiziert. Die Arbeit schließt mit Schlussfolgerungen
für die zukünftige Entwicklung des Markts für
Immobilienverzehrprodukte in Deutschland.
Oliver Arentz studierte Volkswirtschaft
an der Universität zu Köln und war von 2004
bis 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am wirtschaftspolitischen
Seminar der Universität zu Köln und am Institut
für Wirtschaftspolitik an der Universität zu
Köln beschäftigt. Mit Abschluss seiner Promotion
wechselte er 2010 zum Institut für Mittelstandsforschung
IfM in Bonn. Seit Juli 2011 ist er als stellvertretender
Geschäftsführer und wissenschaftlicher Mitarbeiter
wieder am Institut für Wirtschaftspolitik beschäftigt.
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